BSBD – Eine starke Gewerkschaft

Der Bund der Strafvollzugsbediensteten vertritt, unter dem Dach des DBB, bundesweit die Interessen der 38 000 Bediensteten im Justizvollzug. Er ist mit rund 25.000 Mitgliedern die größte gewerkschaftliche Organisation der Beschäftigten im Justizvollzug der Bundesrepublik Deutschland. Besonders wegen der seit 01. Januar 2008 veränderten Länderkompetenzen ist eine länderübergreifende Zusammenarbeit der BSBD Landesbünde notwendig.

Die Aufgaben der Strafvollzugsbediensteten sind überaus vielfältig, anspruchsvoll und herausfordernd. Die Gesellschaft erwartet von uns eine effektive Resozialisierung von Straftätern ebenso, wie den sicheren Schutz vor weiteren Straftaten. Die Bediensteten des Strafvollzuges bewegen sich folglich bei Tag und Nacht und an 365 Tagen im Jahr in einem Konflikt- und Spannungsfeld. Zudem haben sie ihren schwierigen sozialen Auftrag im Lichte einer kritischen Öffentlichkeit zu erledigen, die mehr am skandalträchtigen Ausnahmefall als an einem reibungslosen Funktionieren der Behandlung interessiert zu sein scheint.

Nicht selten ist es die grundsätzlich für die Aufgabenerledigung verantwortliche Politik, die dem Vollzug aus fiskalischen Gründen zusätzliche Probleme aufbürdet, indem sie dem Vollzug eine sachgerechte Personal- und Sachmittelausstattung vorenthält. Dabei sollte auch der Politik klar sein, dass hier vielfach am falschen Ende gespart wird, denn jede gelungene Wiedereingliederung eines Straftäters erhöht unser aller Sicherheit, nicht dessen zeitweise sichere Aufbewahrung.

Der BSBD, der rund 70 Prozent aller Strafvollzugsbediensteten gewerkschaftlich organisiert, hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Interessen des Strafvollzuges und die der Kolleginnen und Kollegen wirksam zu vertreten, damit diese nicht von der Politik übersehen werden können. Der BSBD tritt für die angemessene Teilhabe der Strafvollzugsbediensteten am wirtschaftlichen Erfolg unserer Gesellschaft ein, kämpft aber zugleich für angemessene Rahmenbedingungen für einen behandlungsorientierten Strafvollzug in Deutschland.

Ein hoher Organisationsgrad und die bundesweite Bündelung und Vernetzung der Gewerkschaftsarbeit ist für die effektive Vertretung der Belange der Kolleginnen und Kollegen unerlässlich, um öffentlich Gehör zu finden. Je mehr Menschen von der Sicherheit schaffenden Wirkung des Vollzuges und von den berechtigten Forderungen des Strafvollzuges überzeugt werden können, desto eher wird die Politik bereit sein, unsere berechtigten Forderungen Stück für Stück zu erfüllen.

„Um einer interessierten Öffentlichkeit, aber auch den Kolleginnen und Kollegen zu vermitteln, dass eine starke und eigenständige gewerkschaftliche Interessenvertretung unverzichtbar ist, haben wir einen Imagefilm erstellt, der sowohl einen Einblick in den Vollzug gewährt als auch das Erfordernis zur solidarischen Wahrnehmung der eigenen Interessen betont. Diesen Imagefilm haben wir heute vorgestellt“, erklärte BSBD-Bundesvorsitzender Anton Bachl anlässlich der Sitzung des Bundesvorstandes seiner Organisation.

BSBD-Imagefilm

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